Psychodynamische Pferdeunterstützte Traumatherapie (pPTT)

Posttraumatische Belastungsstörung ist eine normale Reaktion auf eine ganz “un-normale” Situation.

In der pferdeunterstützten Therapie werden Wahrnehmungen und Erlebnisse von Menschen auf erlebnispädagogischer Basis mit Pferden er- und bearbeitet. Klienten haben die Möglichkeit, empfundene Realitäten darzustellen. Über die Reaktion der Pferde erhalten sie sofortige Rückmeldung. Unbewusste Einstellungen und Verhaltensweisen können spürbar erfahren und Gefühle greifbar werden. Durch die beschriebene Methode können Klienten Einsicht in unbewusste Prozesse gewinnen und in der Interaktion mit den Pferden einen Weg für eine angemessene und für sie akzeptable Problemlösung entwickeln.

Grundlage der psychodynamischen Pferdeunterstützten Traumatherapie (pPTT) ist ein integratives Behandlungskonzept:

Die typischen traumatherapeutischen Phasen werden in der Interaktion mit Pferden behandelt. Die Interaktion mit den Pferden erfordert vom Klienten, sich im „Hier und Jetzt“ mit diesen großen Tieren auseinanderzusetzen. Die gleichzeitige Bearbeitung traumatisch erlebter Inhalte ermöglicht dem Klienten, eine Beobachter- und Betrachterperspektive einzunehmen.

Der Behandlungsansatz wurde in der Arbeit mit Angehörigen internationaler Streitkräfte entwickelt. PPTT hat s eine größte Indikation im Bereich einsatzbedingter Belastungsstörung, kann aber entsprechend der Bevölkerungsgruppe modifiziert werden.