Häufig gestellte Fragen

Trainings zur Pferdeunterstützten Persönlichkeitsentfaltung basieren auf der  Erlebnispädagogik, in der vorgefasste Lernziele erfahren werden.

Pferdeunterstützte Therapie ist eine psychologische Behandlungsform, die auf Konzepten der Psycho- Analyse und Gestalttherapie aufbaut und mit Erfahrungen und Erlebnispädagogik zusammen führt.

Beide Formen arbeiten mit dem EAGALA Modell; bei beiden werden Aufgabenstellungen vorgegeben, bei denen  Pferde mit einbezogen werden. Beide geben Teilnehmern den Raum, bestimmte  Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden.

Non-verbale Kommunikation, Durchsetzungsvermögen, kreatives  Denken und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, Verantwortung zu übernehmen, Führungsvermögen,  Arbeitsethik, Zusammenarbeit und Beziehungen, Selbstvertrauen, wie auch allgemeine  Lebenseinstellungen sind einige Beispiele für Fähigkeiten, die gelernt, gefestigt oder mittels Pferdeunterstützter Arbeit   entwickelt werden.

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Was bedeutet "erlebnispädagogischer Ansatz"?

Wie sieht dieser pferdeunterstützte Prozess aus?

Warum gehören bei uns Pferde mit zum Team?

Welche Aufgabe bzw. Rolle übernehmen die Pferde in unserer Arbeit?

Was bedeutet "Metapher"?

Referenzen

Was bedeutet "erlebnispädagogischer Ansatz"?

Das Einbeziehen der Pferde in den Lern- und Wachstumsprozess beruht auf einem erlebnispädagogischen Ansatz. Teilnehmer erfahren durch Beteiligung und Ausführen von Übungen mit Pferden, sowie einem anschließenden Folgegespräch, in dem ihre Gedanken, Einstellungen, Handlungsweisen und Verhaltensmuster besprochen werden, viel über sich selbst und andere. Gemäß der amerikanischen Vereinigung der Erlebnispädagogik bestehen die folgenden Grundsätze:

Lernen durch Erfahrung findet dann statt, wenn sorgfältig gewählte Erfahrungen durch Reflektion, kritische Analyse und Synthese unterstützt werden.

Erfahrungen und Aufgaben werden so strukturiert, dass sich der Klient aufgerufen und ermutigt fühlt, selbst die Initiative zu übernehmen, klare Entscheidungen zu treffen und für diese wie für sein gesamtes Tun die Verantwortung übernimmt.

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Wie sieht dieser pferdeunterstützte Prozess aus?

Während des auf Erfahrungen basierenden Lernprozesses ist der Klient aktiv mit Fragestellen, Nachforschen, Experimentieren, Neugierig sein, Problemlösen sowie Verantwortung übernehmen und Bedeutung suchen beschäftigt.

Klienten sind intellektuell, emotional und sozial bei vollem Bewusstsein und/oder physisch engagiert. Diese aktive Beteiligung führt zu einer erhöhten Wahrnehmung hinsichtlich der Authentizität der Lernaufgabe.

Die Ergebnisse des Lernens sind persönlich und bilden die Basis für zukünftige Erfahrungen und weiterführendes Lernen.

Beziehungen werden entwickelt und gepflegt: der Klient zu sich selbst, der Klient zu anderen und der Klient zur Welt allgemein.

Der Klient kann Erfolg, Misserfolg, Abenteuer, Risikos und Unklarheit erfahren, da die Ergebnisse der jeweiligen Erfahrung im Voraus nicht verbindlich vorausgesagt werden können. Es werden viele Gelegenheiten geboten, um persönliche Werte zu erforschen und zu untersuchen.

Hauptaufgaben des Therapeuten bzw. Kursleiters/Vermittlers beinhalten das Aussuchen der passenden Aufgabenstellung, Problemdarstellung, das Setzen von Grenzen, Unterstützung der Klienten, Sicherheitsgewährung im sowohl psychischen als auch physischen Bereich, und die Ermöglichung des Lernprozesses.

Diese Gestaltung des erfahrungsbedingten Lernens beinhaltet die Möglichkeit, dass aus natürlich auftretenden Konsequenzen, Fehlern und Erfolgen gelernt wird.

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Warum gehören bei uns Pferde mit zum Team?

Diejenigen unter Ihnen, die mit Pferden vertraut sind, wissen und verstehen, was für einen großen und starken Einfluss Pferde auf Menschen ausüben können. Beziehungen aufbauen, Ausbildung, Training, Pferde pflegen und versorgen – all diese Tätigkeiten können die daran beteiligten Menschen oft auf eine bedeutungsvolle Weise beeinflussen.

Die Zusammenarbeit mit Pferden ermöglicht Entwicklungs- und Lernprozesse auf ganz natürliche Art und Weise. Wir werden oft gefragt. "Warum Pferde? Warum nicht andere Tiere?" Von Vornherein kann die Größe dieser Tiere auf viele Menschen einschüchternd wirken. Aufgabenausführung trotz dieser Angst vor dem Pferd schafft Vertrauen und sorgt für wunderbare Metaphern, die wiederum auf andere schwierige und beängstigende Situationen im Leben übertragen werden können.

Pferde sind Menschen ähnlich. Sie sind soziale Tiere. Sie haben klar definierte Rollen innerhalb ihrer Herde. Sie suchen vorzugsweise die Gemeinschaft Ihresgleichen. Sie haben verschiedene Persönlichkeiten, Einstellungen und Stimmungsschwankungen. Eine Vorgehensweise, die mit einem Pferd funktioniert, muss nicht unbedingt mit einem anderen funktionieren. Zuweilen scheinen sie störrisch und aufsässig. Sie haben gern Spaß. Mit anderen Worten: der Umgang mit Pferden bietet eine große Bandbreite an Möglichkeiten für das metaphorische Lernen. Das Verwenden von Metaphern in Nachfolgediskussionen oder Übungen ist eine wirksame Methode, sogar mit den anspruchsvollsten Personen oder Gruppen zu arbeiten.

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Welche Aufgabe bzw. Rolle übernehmen die Pferde in unserer Arbeit?

Pferde sind in der Lage auf Körpersprache und non-verbale Kommunikation zu reagieren. Durch lebensnahe Aufgabenstellungen erhöht sich die Möglichkeit, dass verwendete und aufgebaute Materialien von Teilnehmern emotional besetzt werden, was sich in der Körpersprache zeigt. Die Pferde reagieren auf diese nonverbalen Zeichen. Die Reaktion der Pferde werden nach einem patentiertem Beobachtungssystem notiert und zu gegebenem Zeitpunkt an die Teilnehmer zurück gegeben. Die Pferde werden zu Symbolträgern und potentiellen Metaphern, und ermöglichen Teilnehmern verschiedene Aspekte durch Ausprobieren und Üben auf eine emotional sichere Art anzugehen.

Somit sind Pferde fester Bestandteil unserer Arbeit.

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Was bedeutet "Metapher"?

Die Metapher (gr. „übertragen, übersetzen, transportieren“) ist eine rhetorische Figur bzw. ein sprachliches Bild, bei denen ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird. In der Regel besteht zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten eine Ähnlichkeit.

In der Psychologie versteht man unter Metaphern die Beschreibung eines Gegenstandes mit dem Namen eines anderen Gegenstandes bzw. ein schlichtes sprachliches und kulturell beeinflusstes kognitives Konzept, mit dem die Erfahrungswelt strukturiert, interpretiert und kommuniziert wird.

In unserer Arbeit verwenden wir Metapher, um die Pferde in ihrer Funktion zu benennen. So kann ein Pferd plötzlich zu einem Konflikt werden, den es zu bewegen gibt. Oder den es im Regen stehen zu lassen gibt. Oder die Pferde werden plötzlich zu Arbeitskollegen, die es zu motivieren gibt.

Die Vielzahl an Möglichkeiten ist unbegrenzt und deswegen auch auf so viele Bereiche übertragbar.

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Referenzen

Sind Referenzen ein Beleg? Dienen sie der Einschätzung oder der Beruhigung? Oder der imageträchtigen Selbsterhöhung?

Klienten Kommentare bzw. Coaching Referenzen veröffentlichen wir nicht. Vertraulichkeit ist uns nicht nur wichtig, sondern unsere Garantie für die emotionale Sicherheit unserer Klienten.

In dem Zusammenhang ist anzumerken: Die Personen auf den Fotos unserer Website sind Freiwillige bzw. Trainingsteilnehmer, die selbst die EAGALA Methode erfahren wollten und darin ausgebildet wurden. Die Fotos sind geschützt und wurden nur mit Einverständnis der darauf abgebildeten Personen verwendet.

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